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Was ist psychische Gesundheit?

Psychische Gesundheit wurde traditionell als Abwesenheit von psychischen Erkrankungen konzipiert und definiert . In jüngster Zeit deutet eine ganzheitlichere Charakterisierung jedoch darauf hin, dass psychische Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Symptomen. Psychische Gesundheit ist also nicht das Fehlen von psychischen Erkrankungen, sondern die Grundlage für Wohlbefinden und effektives Funktionieren auf individueller und sozialer Ebene . So wurde psychische Gesundheit beispielsweise als ein Syndrom positiver Gefühle, positiver Funktionen im Leben und erhöhten psychosozialen Funktionierens operationalisiert. Im Kontext der Gesundheitspolitik der Schweiz ist psychische Gesundheit der Schirmbegriff für den Schutz, die Förderung, den Erhalt und die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit. Definitorisch sind somit auch Prävention und Früherkennung psychischer Erkrankungen inkludiert. Auch Schnittstellen mit der Versorgung von Personen mit psychischen Erkrankung sind einbezogen.

Der fehlende internationaler Konsens bei der Definition psychischer Gesundheit wirkt sich bis heute auf Forschung, Praxis und Politik aus. Unterschiede in Bezug auf Werte, Kulturen und soziale Hintergründe erschwerten einen allgemeinen Konsens. Dennoch legte die Forschung in der Vergangenheit mögliche Definitionen vor. Neuere Literatur geht davon aus, dass psychische Gesundheit keinen Zustand darstellt, sondern ein fluider Prozess ist. Dieses Verständnis kann der Schlüssel zur Entwicklung einer nützlichen Konsensdefinition für verschiedene Bevölkerungsgruppen sein. Psychische Gesundheit ist auch als dynamischer Zustand des inneren Gleichgewichts beschrieben, der es dem Einzelnen ermöglicht, seine Fähigkeiten im Einklang mit den universellen Werten der Gesellschaft einzusetzen.


Weitere Aspekte beziehen sich auf:

  • grundlegende kognitive und soziale Fähigkeiten

  • die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu erkennen, auszudrücken und zu modulieren sowie sich in andere hineinzuversetzen

  • die Flexibilität und Fähigkeit, mit unerwünschten Lebensereignissen umzugehen und in sozialen Rollen zu weiterhin zu funktionieren

  • die harmonische Beziehung zwischen Körper und Psyche.

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